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Sammler KH.W. SteckelingsGeboren am 12. April 1930 in Berlin. Warum denn gerade nach Mülheim, Herr Steckelings? T. K. Herr Steckelings, Sie gehören zu den wenigen Sammler, denen es gelungen ist, eine Kollektion zur Vorgeschichte des Films lückenlos aufzubauen. Wie hat das alles angefangen? K.H. W. S. Ich habe damit vor über dreißig Jahren begonnen. Wie Sie vielleicht wissen, komme ich aus dem Bereich Fotografie und Kurzfilm. Eines Tages stellte sich für mich die Frage nach den Vorläufern, nach der Vorgeschichte, nach dem Ursprung der Dinge. Unser heutiger Fotoapparat ist ja schließlich nicht vom Himmel gefallen. T.K. Wie sind Sie dabei vorgegangen? K.H. W. S. Eigentlich dreigleisig. Man liest unendlich viel, fährt jedes Wochenende zu Floh- und Antiquitätenmärkten und ist dann irgendwann in der Lage, selbst zu publizieren. Ja, es wird förmlich ein Bedürfnis, das eigene Wissen weiterzugeben. Parallel dazu entwickeln sich Kontakte zu Sammlerkollegen und zu Museen. T.K. Klingt zunächst einfach. T. K. Wo genau haben Sie gekauft? T. K. Jedes Objekt hat seine eigene Geschichte. Diese Geschichten verbinden Sie sicherlich sehr intensiv mit den Dingen. War es für Sie nicht schwer, sich vom Kern Ihrer Sammlung mit rund 1100 Stücken zu trennen? T.K. Warum haben Sie nicht nach Amerika verkauft. Sie hätten dort mehr Geld bekommen? K.H. W. S. Amerika ist weit und die Sammlungsstücke wären für mich verloren gewesen. Nach Mülheim fahre ich eine knappe Stunde und ich bin in die Planung involviert. Als es mit der Entscheidung ernst wurde, habe ich mir die Umgebung des Wasserturmes angeschaut. Das Schloß, der Park und die Lage an der Ruhr gefallen mir sehr. Das Team um die charismatische Projektleiterin Inge Kammerichs könnte ich mir nicht besser vorstellen. Es ist ihr gelungen, fachlich kompetente und begeisterungsfähige Partner an einen Tisch zu holen: Den Architekten Prof. Dr. H.H. Hofstadt, die Ausstatter Dr. Niechoj und Kessler und nicht zuletzt Sie, der sich hervorragend in die Materie eingearbeitet hat. Wie sind Sie eigentlich an meinen Namen gekommen, Herr Kaufhold? Denn ich habe niemals die Initiative ergriffen. T.K. Sie genießen in der Szene einen ausgezeichneten Ruf. Sei es in Frankfurt, Köln oder Düsseldorf. Sie haben mehreren Museen mit Rat und Tat zur Seite gestanden, haben Wanderausstellungen gemacht und publiziert. Heidi Draheim, die viel zu früh verstorbene Kuratorin des Filmmuseums in Düsseldorf, hat mir Ihre Telefonnummer gegeben. K.H. W. S. Es freut mich, dass Sie das so sehen. T.K. Darf ich fragen, woran Sie im Augenblick arbeiten? K.H. W. S. Ich schreibe an einer Monographie über Porzellanbilder, sogenannte Lithophanien. Das ist eine zeitraubende Tätigkeit. Im letzten Sommer führte mich mein Weg aus diesem Grund nach Amerika. Natürlich besitze ich in diesem Bereich auch eine umfangreiche Sammlung. Man muss die Dinge, über die man schreibt, immer wieder zur Hand nehmen können. Das ist enorm wichtig. T.K. Was würden Sie jungen Sammlerinnen und Sammlern heute raten?
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| © Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH, Stand: 06.09.2010 | www.camera-obscura-muelheim.de | ||||